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Der Apollontempel von Side vor blauem Himmel
Der Apollontempel von Side vor blauem Himmel
Türkische Riviera · Provinz Antalya · Saison Mai bis Oktober
Side: Apollontempel und flacher Sandstrand

Urlaub in Side an der türkischen Riviera: Orte, Strände, Reisezeit

Side ist kein am Reißbrett geplanter Ferienort, sondern eine schmale Halbinsel von rund einem Kilometer Länge und etwa 400 Metern Breite an der Küste der Provinz Antalya. Mitten in der Fußgängerzone stehen die wieder aufgerichteten Säulen des Apollontempels, hinter denen abends die Sonne im Meer versinkt. Genau das unterscheidet Side von Belek oder Alanya: Antike und Badestrand liegen hier zu Fuß beieinander. Verwaltungstechnisch ist Side längst keine eigene Gemeinde mehr, sondern ein Ortsteil von Manavgat mit rund 14.500 Einwohnern.

Wer Urlaub in Side bucht, entscheidet sich in Wahrheit für einen von sechs sehr unterschiedlichen Orten entlang von rund 15 Kilometern Küste. Ob der Strand flach ausläuft oder steil abfällt, ob abends etwas außerhalb des Hotels los ist, ob der Transfer 50 Minuten oder zwei Stunden dauert: Das hängt an dieser Entscheidung, nicht an der Sternezahl. Dieser Ratgeber ordnet die Unterschiede – mit recherchierten Zahlen, Stand September 2026.

Side ist eine Halbinsel – und heute ein Ortsteil von Manavgat

Die Altstadt liegt auf einer Nord-Süd-Halbinsel von rund einem Kilometer Länge und etwa 400 Metern Breite. Gegründet wurde Side im 7. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern aus Kyme in Aiolien; belegt ist das bei Pseudo-Skylax, Strabon und Arrian. Die oft wiederholte Angabe, Side sei 3.500 Jahre alt und um 1400 v. Chr. entstanden, lässt sich mit diesen Quellen nicht belegen. Der Name ist anatolischen Ursprungs und bedeutet Granatapfel – die Frucht galt als Fruchtbarkeitssymbol und erscheint auf den Stadtmünzen. Um 100 v. Chr. lebte die Stadt stark von Seeräuberei und Sklavenhandel, bis Pompeius 67 v. Chr. die Piraterie beendete. In römischer Kaiserzeit residierte hier der Provinzstatthalter, und die Schätzungen zur Einwohnerzahl der Blütezeit reichen je nach Quelle bis zu 40.000 Menschen. Nach Erdbeben und Überfällen wurde die Stadt um 900 aufgegeben, die Bewohner zogen nach Antalya. Der heutige Ort auf der Halbinsel heißt offiziell Selimiye und wurde erst um 1895/1900 von muslimischen Auswanderern aus Kreta neu besiedelt; der Massentourismus kam in den 1970er Jahren dazu. Heute ist Side ein Mahalle des Landkreises Manavgat mit 14.527 Einwohnern (Zensus 2022).

Sechs Orte, ein Name: Wo du in Side wirklich buchst

Buchbar ist Side als Zielgebiet, gewohnt wird an einem rund 15 Kilometer langen Hotelstreifen. Westlich der Halbinsel liegen Kumköy (rund 5 km), Evrenseki (rund 7 km) und Colakli (rund 9 km), östlich Sorgun (rund 3 bis 4 km) und Titreyengöl (rund 6 km). Evrenseki, Colakli und Titreyengöl bestehen praktisch nur aus Hotelanlagen. Wer abends oder tagsüber etwas außerhalb des Hotels unternehmen will, ist in Side selbst oder in Kumköy besser aufgehoben – beide verbindet eine durchgehende Fußgängerpromenade. In der Altstadt war die Zufahrt für Fahrzeuge zuletzt auf 07:00 bis 11:00 Uhr und 15:00 bis 19:00 Uhr beschränkt (Stand September 2026); die Zeitfenster wechseln saisonal, ansonsten ist das Zentrum faktisch Fußgängerzone. Zwischen den Orten pendeln Dolmus-Sammeltaxis. Welche Häuser wir in welchem Abschnitt anbieten, findest du auf unserer Zielseite zu Side.

  • Kumköy (rund 5 km westlich): etwa zwei Kilometer lebhafter Strand mit Beachbars und Wassersport, zu Fuß über die Promenade mit Side verbunden.
  • Evrenseki (rund 7 km westlich): ruhige Hotelzone fast ohne Ortsleben – passend für alle, die ohnehin im Resort bleiben.
  • Colakli (rund 9 km westlich): reine Hotelanlagen, dafür viele große Familienresorts mit Rutschenpark.
  • Side/Selimiye: der einzige Abschnitt mit Altstadt, Tempel, Hafen, Restaurants und Basar vor der Tür.
  • Sorgun (rund 3 bis 4 km östlich): Pinienwald statt Promenade, ruhig, kurze Wege in die Altstadt.
  • Titreyengöl (rund 6 km östlich): benannt nach einem kleinen See nahe der Mündung des Manavgat-Flusses, viel Schatten, Strand mit Kiesanteil.

Weststrand oder Oststrand – der Unterschied entscheidet über den Urlaub

Beiderseits der Halbinsel ziehen sich ausgedehnte Sandstrände – und sie unterscheiden sich stärker, als kurze Katalogbeschreibungen erkennen lassen. Der Weststrand Richtung Kumköy und Evrenseki besteht aus feinem, goldgelbem Sand nahezu ohne Steine und fällt sehr flach ab: In weiten Abschnitten kannst du 30 bis 50 Meter hinauslaufen und stehst noch etwa hüfttief im Wasser, je nach Strandabschnitt und Wetterlage fällt das unterschiedlich aus. Das macht den Weststrand für ungeübte Schwimmer und für Familien mit kleinen Kindern angenehm, dazu kommt die durchgehende Strandpromenade. Trotzdem gilt: Achte auf die Beflaggung am Strand, auf Strömungen und ablandigen Wind und lass Kinder nie unbeaufsichtigt ins Wasser. Der Oststrand Richtung Sorgun und Titreyengöl ist schmaler, hat einen feinen Kiesanteil, fällt deutlich steiler ab, bietet dafür klareres Wasser und mehr Wellengang; statt Promenade gibt es Pinienwald. Wer gelesen hat, alle Strände Sides seien flach, wird auf der Ostseite überrascht. Ein Punkt, der in Ortsbeschreibungen selten auftaucht: Zwischen Mai und September legen Unechte Karettschildkröten (Caretta caretta) an Stränden der Region, unter anderem bei Titreyengöl und Kizilot, ihre Eier ab. Sonnenschirme, Strandfeuer und festgetretener Sand gefährden die Gelege. Wir empfehlen, Sandlöcher abends zuzuschütten und auf nächtliche Suche mit Taschenlampe zu verzichten. Schildkröten sind kein Programmpunkt, sondern Nachbarn auf Zeit.

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Antike zu Fuß: Apollontempel, Theater und Museum

Der Apollontempel steht am Ende der Halbinsel an der Hafenmole, ist nach unserem Stand vom September 2026 frei zugänglich und eines der beliebtesten Fotomotive des Ortes. Fünf der ursprünglich sechs mal elf kannelierten Säulen sind mit Gebälkstück und Giebelecke wieder aufgerichtet; abends versinkt die Sonne genau dahinter im Meer. Der Bau stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und war korinthischer Ordnung. Aus derselben Zeit stammt das Theater – korrekt ist Theater, nicht Amphitheater, denn es ist ein Halbrund und kein ovaler Rundbau. Mit geschätzt 15.000 bis 20.000 Plätzen galt es als das größte Theater Pamphyliens. Weil Side auf flachem Gelände liegt, ruhen die Ränge nicht an einem Hang, sondern auf freistehenden Gewölben. Wichtig für die Planung: Das Theater ist seit dem 29. November 2024 wegen Restaurierungsarbeiten gesperrt – so der Stand unseres letzten Abgleichs im September 2026. Ob die Sperrung noch gilt, kann sich kurzfristig ändern; wir prüfen das für dich, bevor du eine Führung buchst. Zugänglich bleiben die Landmauer von etwa einem Kilometer Länge, die Agora mit 65 Metern Seitenlänge, das 52 Meter breite Nymphäum mit dreigeschossiger Marmorfassade und das Museum in der römischen Agora-Therme. Die folgenden Preise und Zeiten geben unseren Stand vom September 2026 wieder; die Museumsverwaltung passt Tarife und Öffnungszeiten auch unterjährig an.

  • Grabungsgelände (Örenyeri): zuletzt 7 Euro für ausländische Besucher.
  • Side-Museum in der Agora-Therme: zuletzt 5 Euro, Kombiticket mit dem Gelände 10 Euro.
  • Öffnungszeiten: täglich ab 08:00 Uhr, Kassenschluss zuletzt 18:45 Uhr – Sommer- und Winterzeiten sowie Feiertagsregelungen können abweichen, prüf die Zeiten kurz vor deinem Besuch.
  • Nachtmuseum: 19:00 bis 22:00 Uhr, Ticketverkauf bis 21:30 Uhr, zuletzt 200 Lira; dieser Tarif gilt als Inlandspreis, den Preis für ausländische Besucher erfragst du an der Kasse.
  • Bezahlung: in Lira oder per Karte – Euro-Bargeld nehmen die Kassen nicht an, obwohl der Tarif in Euro ausgewiesen ist.
  • Apollontempel: frei zugänglich, kein Ticket nötig.

Beste Reisezeit für Side: Monat für Monat statt Klimatabelle

Side ist kein Ganzjahresziel, auch wenn die Badesaison mancherorts mit April bis November angegeben wird. Alle folgenden Werte sind langjährige Klimamittel für die Küste bei Side – Luft- und Niederschlagswerte nach dem türkischen Wetterdienst MGM, Wassertemperaturen nach gängigen Seewetter-Datenbanken. Sie sind keine Zusage für deinen Reisezeitraum, einzelne Jahre weichen deutlich ab. Im April liegt das Wasser im Mittel bei rund 18 Grad und die Luft bei rund 22 Grad – angenehm baden lässt sich damit für die wenigsten. Ab Mai passt es mit rund 26 Grad Luft und 21 Grad Wasser, im Juni sind es rund 32 und 25 Grad. Juli und August bringen rund 34 Grad mit Spitzen über 40 Grad, das Meer erreicht 28 bis 29 Grad: zum Baden perfekt, für Ruinen am Nachmittag zäh. Kulturinteressierten legen wir deshalb Mai/Juni und September/Oktober ans Herz. Der September hält rund 32 Grad Luft und 28 Grad Wasser, der Oktober noch rund 28 und 26 Grad. Regen fällt fast ausschließlich zwischen Oktober und März: Juli und August kommen auf 6 bis 7 Millimeter, der Januar dagegen auf rund 269 Millimeter. Die häufig genannten 300 Sonnentage sind eine gerundete Werbeangabe. Wie sich die anderen Küsten des Landes unterscheiden, siehst du in unserer Türkei-Übersicht.

Anreise und Transfer: die realistischen Zeiten

Der Direktflug nach Antalya dauert rund 3:10 Stunden ab München, 3:20 bis 3:30 Stunden ab Frankfurt und 3:30 Stunden ab Düsseldorf; ab norddeutschen Flughäfen sind eher 3:30 bis 3:45 Stunden realistisch. Die gelegentlich genannten zweieinhalb Stunden reichen für keine dieser Strecken. Der Flughafen Antalya hat drei Terminalgebäude: Terminal 1 und Terminal 2 für internationale Flüge sowie das separate Inlandsterminal – ein mit „T3“ beschildertes Gebäude suchst du vor Ort vergeblich. Welches Terminal es bei dir ist, steht auf deinen Reiseunterlagen. Die beiden internationalen Terminals liegen direkt nebeneinander, zum rund 2,5 bis 3 Kilometer entfernten Inlandsterminal fährt rund um die Uhr ein kostenloser Shuttle alle 15 bis 20 Minuten. Bis Side sind es 65 bis 68 Straßenkilometer, real 50 bis 75 Minuten Fahrt, im Juli und August länger – die vielerorts genannten 45 Minuten reichen in der Praxis selten. Was in kurzen Transferbeschreibungen meist fehlt: Beim üblichen Sammeltransfer mit Stopps in Colakli, Evrenseki, Kumköy, Side, Sorgun und Titreyengöl kann es für die letzte Station knapp zwei Stunden dauern. Mit müden Kindern lohnt die Frage nach einem Privattransfer – sprich uns darauf an, bevor du buchst. Alternativ liegt Gazipasa-Alanya (GZP) rund 100 Kilometer östlich, hat aber deutlich weniger Direktverbindungen ab Deutschland. Bis ins Zentrum von Antalya sind es 78 bis 80 Kilometer.

Ausflüge: was sich lohnt und was zu weit ist

Eine Woche Side lässt sich gut füllen, ohne den halben Urlaub im Bus zu verbringen – wenn du die Fahrzeiten kennst. Nah dran ist der Basar von Manavgat, einer der größten Märkte der Provinz Antalya: Der offene Wochenmarkt findet montags und donnerstags statt, der überdachte Basar am Fluss hat die ganze Woche geöffnet. Der Manavgat-Wasserfall liegt rund drei bis vier Kilometer nördlich vom Zentrum Manavgats, ab Side sind es 15 bis 20 Minuten. Er ist allerdings nur rund drei bis vier Meter hoch, dafür etwa 40 Meter breit: Wer eine spektakuläre Fallhöhe erwartet, wird enttäuscht, wer eine schattige Pause am Wasser sucht, nicht. Für den Green Canyon, den Stausee der 185 Meter hohen Oymapinar-Talsperre, rechnest du ab Side rund 25 Kilometer beziehungsweise 45 Minuten Fahrt plus 2,5 bis 3 Stunden Bootstour mit Badepause. Wer weiter will: Pamukkale liegt 300 Kilometer entfernt, das sind 4,5 bis 5 Stunden pro Strecke. Sinnvoller als die Tagestour ist eine Zwei-Tages-Tour oder eine Rundreise im Anschluss an die Badewoche. Die folgenden Preise und Öffnungszeiten sind unser Stand vom September 2026, Änderungen der Verwaltungen und Veranstalter vorbehalten.

  • Aspendos (33 bis 37 km, rund 45 Minuten): eines der am besten erhaltenen römischen Theater der Türkei, erbaut im 2. Jahrhundert unter Mark Aurel vom Architekten Zenon. Zur Platzzahl gehen die Angaben auseinander: Verbreitet sind 15.000 Plätze, die Grabungsleitung nennt inzwischen 7.300 bis 7.600. Eintritt zuletzt rund 15 Euro, geöffnet nach offizieller Angabe des Kulturministeriums ganzjährig täglich von 08:00 bis 18:45 Uhr.
  • Aspendos-Festival beachten: Oper und Ballett wurden zuletzt aus Denkmalschutzgründen überwiegend in der Gloria Aspendos Arena in Belek gespielt, nicht im antiken Theater – lies die Ausflugsbeschreibung deshalb genau.
  • Perge bei Aksu (18 km östlich von Antalya): Stadion für rund 12.000 Zuschauer, das als eines der besterhaltenen des Landes gilt. Eintritt zuletzt rund 11 Euro.
  • Rafting im Köprülü-Canyon (rund 60 km ab Side, gut eine Stunde Fahrt): je nach Anbieter ein Tagesprogramm von 8 bis 10 Stunden inklusive Transfer. Leistungsumfang, Sicherheitseinweisung, Mindestalter und gesundheitliche Voraussetzungen legt der jeweilige örtliche Veranstalter fest – frag uns vor der Buchung nach den konkreten Bedingungen.

Dokumente, Geld und die Sache mit Ultra All Inclusive

Zum Schluss das Kleingedruckte. Für deutsche Staatsangehörige gilt: kein Visum für Aufenthalte bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen, der Personalausweis genügt als Reisedokument. Wer eine andere Staatsangehörigkeit hat, erkundigt sich vor der Buchung bei der zuständigen türkischen Auslandsvertretung. Akzeptiert werden außerdem Reisepass und vorläufiger Reisepass; reist du mit Pass, muss mindestens eine Seite frei sein. Nach den türkischen Einreisebestimmungen sollte das Dokument mindestens 60 Tage über die zulässige Aufenthaltsdauer von 90 Tagen hinaus gültig sein – daraus ergibt sich die bekannte 150-Tage-Faustregel. Wichtig für Familien: Der Kinderreisepass wird seit dem 1. Januar 2024 nicht mehr ausgestellt oder verlängert, und die zuletzt ausgegebenen Dokumente sind inzwischen abgelaufen. Jedes Kind braucht deshalb ein eigenes gültiges Reisedokument; plane die Beantragung früh ein, denn die Bearbeitungszeiten schwanken je nach Behörde. Gezahlt wird in Türkischer Lira. Weil die Inflation zuletzt im hohen zweistelligen Bereich lag, veralten Preisangaben in Lira binnen weniger Monate – verlass dich auf keine Zahl aus einem alten Forenbeitrag. Die Türkei stellt seit 2016 nicht mehr auf Sommerzeit um: Im deutschen Sommer ist es eine Stunde später, im Winter zwei. Ein Hinweis in eigener Sache: Alle Angaben zu Einreise, Dokumenten, Zoll und Gesundheit geben unseren Kenntnisstand vom September 2026 wieder, können sich jederzeit ändern und ersetzen keine amtliche Auskunft – verbindlich sind die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für die Türkei, zu Impfempfehlungen berät dich dein Hausarzt oder ein reisemedizinisches Zentrum. Bleibt die Verpflegung: Ultra All Inclusive ist kein geschützter Standard. Üblich sind importierte Markengetränke, A-la-carte-Restaurants und längere Servicezeiten, der Umfang unterscheidet sich aber von Haus zu Haus – ebenso wie die türkische Sterneklassifizierung nicht mit der deutschen vergleichbar ist. Wie sich ein Türkei-Urlaub anfühlt, zeigt der Reisebericht aus Kusadasi in unserer Sammlung von Reiseberichten.

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Was uns in der Beratung am häufigsten gefragt wird

Häufige Fragen zum Urlaub in Side

Familien mit kleinen Kindern buchen am Weststrand Richtung Kumköy und Evrenseki, gute Schwimmer und Ruhesuchende am Oststrand Richtung Sorgun und Titreyengöl. Der Weststrand besteht aus feinem, goldgelbem Sand fast ohne Steine und fällt so flach ab, dass du in weiten Abschnitten 30 bis 50 Meter hinauslaufen kannst und noch etwa hüfttief stehst. Auch dort gilt: auf die Beflaggung achten, Strömungen und ablandigen Wind ernst nehmen, Kinder nie unbeaufsichtigt ins Wasser lassen. Der Oststrand ist schmaler, hat feinen Kiesanteil, fällt steiler ab, bietet aber klareres Wasser und Pinienwald.

Die beste Reisezeit für Side sind Mai/Juni und September/Oktober, weil dann rund 26 bis 32 Grad Lufttemperatur auf rund 21 bis 28 Grad Wassertemperatur treffen – langjährige Klimamittel, keine Zusage für deinen Reisezeitraum. Im Juli und August steigt das Tagesmaximum auf rund 34 Grad mit Spitzen über 40 Grad: zum Baden ideal, für Ruinenbesuche am Tag anstrengend. Im April liegt das Wasser erst bei rund 18 Grad, ab November fahren viele Hotels die Saison zurück.

Nach unserem letzten Abgleich im September 2026 ist das antike Theater von Side seit dem 29. November 2024 wegen Restaurierungsarbeiten gesperrt; ein Wiedereröffnungstermin war uns zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Das übrige Grabungsgelände mit Apollontempel, Säulenstraße, Agora und Nymphäum bleibt zugänglich. In älteren Reiseführern taucht das Theater teilweise noch als Programmpunkt auf, und der Stand kann sich kurzfristig ändern – frag uns vor der Buchung einer Führung, was tatsächlich betreten werden darf.

Der Direktflug nach Antalya dauert rund 3:10 Stunden ab München, 3:20 bis 3:30 Stunden ab Frankfurt und 3:30 Stunden ab Düsseldorf, der Flughafen liegt 65 bis 68 Straßenkilometer von Side entfernt. Für den Transfer solltest du realistisch 50 bis 75 Minuten rechnen. Beim üblichen Sammeltransfer mit Stopps in Colakli, Evrenseki, Kumköy, Side, Sorgun und Titreyengöl kann die letzte Station knapp zwei Stunden brauchen.

Deutsche Staatsangehörige brauchen für Aufenthalte bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen kein Visum für die Türkei, und der Personalausweis genügt als Reisedokument. Akzeptiert werden außerdem Reisepass und vorläufiger Reisepass; bei Einreise mit Reisepass muss mindestens eine Seite frei sein, und das Dokument sollte 60 Tage über die zulässige Aufenthaltsdauer von 90 Tagen hinaus gültig sein – daraus ergibt sich die bekannte 150-Tage-Faustregel. Kinderreisepässe werden seit dem 1. Januar 2024 nicht mehr ausgestellt und sind inzwischen abgelaufen – jedes Kind braucht ein eigenes gültiges Reisedokument. Wer eine andere Staatsangehörigkeit hat, fragt bei der zuständigen türkischen Auslandsvertretung nach. Stand September 2026, ohne Gewähr – verbindlich sind die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Für ausländische Besucher kostete der Eintritt zuletzt rund 7 Euro für das Grabungsgelände, 5 Euro für das Side-Museum und 10 Euro für das Kombiticket (Stand September 2026, Änderungen vorbehalten). Das Gelände öffnet täglich ab 08:00 Uhr, Kassenschluss war zuletzt 18:45 Uhr; zusätzlich gibt es ein Nachtmuseum von 19:00 bis 22:00 Uhr. Gezahlt wird in Lira oder per Karte, Euro-Bargeld nehmen die Kassen nicht an. Der Apollontempel ist frei zugänglich.

Pamukkale liegt rund 300 Kilometer von Side entfernt und bedeutet als Tagestour 4,5 bis 5 Stunden Fahrt pro Strecke, also 9 bis 10 Stunden im Bus. Für Paare ohne Kinder kann sich das lohnen, mit kleinen Kindern raten wir davon ab. Wer die Sinterterrassen sehen möchte, bucht besser eine Zwei-Tages-Tour oder hängt eine Rundreise an die Badewoche an.

Side ist einer der wenigen großen Badeorte der türkischen Riviera, in denen ein antiker Tempel unmittelbar in der Fußgängerzone am Hafen steht und du abends vom Strand zum Sonnenuntergang laufen kannst. Belek liegt rund 30 Kilometer westlich und ist stärker auf Golf und abgeschlossene Resorts ausgerichtet, Alanya rund 60 bis 70 Kilometer östlich mit lebhafterem Nachtleben. Wer Strand und Kultur zu Fuß verbinden will, ist in Side richtig.

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